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url: 'https://sithis.xyz/tutorials/drupal-cms-fuer-selfmade-men-und-macher/apache-webserver'
title: 'Level 2 - Apache Webserver'
author:
  name: 'Joachim Namyslo'
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    - 'https://www.youtube.com/@jo_de'
    - 'https://github.com/nodedropweb'
    - 'https://www.drupal.org/u/Joachim-Namyslo'
date: '2026-08-29T19:24:42+00:00'
updated: '2026-08-30T16:29:49+00:00'
type: article
summary: 'Dein Server bekommt eine Stimme: Wir installieren Apache2, öffnen die Firewall und aktivieren rewrite & http2 für saubere, schnelle Drupal-URLs.'
tags:
  - 'Drupal CMS für Selfmade-Men und Macher'
image: 'https://sithis.xyz/sites/default/files/2026-08/apache-konfigurieren.jpg'
published: true
og:
  site_name: 'Drupal TV'
  updated_time: '2026-08-30T18:29:49+02:00'
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# Level 2 - Apache Webserver

 

**Serie:** Drupal CMS für Selfmade-Men und Macher

## Key Facts

- Rolle des Webservers: Apache nimmt Anfragen aus dem Internet entgegen und liefert Dateien aus.
- Firewall nicht vergessen: Nach der Installation muss der Zugriff via ufw allow "Apache Full" explizit erlaubt werden.
- Drupal-Optimierung: Module wie rewrite (für saubere URLs) und http2 (für Speed) sollten direkt am Anfang aktiviert werden.
- Status-Check: Der Aufruf der Server-IP im Browser ist der einfachste Weg zu prüfen, ob der Webserver läuft.

Dein Server ist aktuell noch ein Eremit. Er ist sicher, er ist stark, aber er spricht mit niemandem außer dir (via SSH). Damit deine zukünftige Drupal-Seite im Internet sichtbar wird, brauchen wir jemanden, der Anfragen entgegennimmt und Webseiten ausliefert.

Wir engagieren **Apache2**. Apache ist der "Oberkellner" des Internets. Er ist der Industriestandard – robust, verlässlich und (wenn man es richtig macht) rasend schnell.

Wenn ein Besucher (der Gast) deine Seite aufruft, steht Apache an der Tür, nimmt die Bestellung auf ("Ich hätte gerne die Startseite"), rennt zur Küche (Drupal/PHP), holt das fertige Gericht und serviert es.

Wir installieren ihn heute nicht nur, wir geben ihm direkt Rollschuhe (**HTTP/2**), damit er schneller serviert als die Konkurrenz.



Schritte

Den Kellner einstellen (Installation)

Das Schöne an Ubuntu 26.04 ist: Der Kellner wartet schon im Vorzimmer. Wir müssen ihn nur reinholen.

Tippe in dein Terminal:

```bash
sudo apt install apache2 -y
```

Das war’s schon. Die Software ist drauf. Aber der Kellner steht noch vor verschlossener Tür. Erinnerst du dich an unsere Firewall (UFW) aus Level 1? Die lässt aktuell niemanden rein.



 



Die Türen öffnen (Firewall-Update)

Wir müssen dem Türsteher (UFW) sagen: "Lass den Traffic für Webseiten durch!" Wir öffnen Port 80 (HTTP) und Port 443 (HTTPS). Ubuntu hat dafür ein praktisches Profil namens "Apache Full".

```bash
sudo ufw allow "Apache Full"
```

Checken wir kurz, ob das geklappt hat - diesmal mit allen Details:

```bash
sudo ufw status verbose
```

Du solltest jetzt sehen, dass OpenSSH und Apache Full auf ALLOW stehen, während die Default-Policy weiterhin allen anderen eingehenden Traffic blockt. Perfekt. Das Restaurant ist eröffnet - aber nur an der Vordertür, nicht durchs Küchenfenster.



 



Den Turbo zünden (Module aktivieren)

Ein Standard-Apache ist solide, aber wir wollen **Performance**. Drupal liebt bestimmte Funktionen, die standardmäßig oft aus sind. Wir schalten sie jetzt ein.

1. **mod\_rewrite:** Erlaubt Drupal, schöne URLs zu bauen (z.B. deineseite.de/ueber-uns statt deineseite.de/?node=1).
2. **mod\_headers &amp; mod\_expires:** Wichtig für das Caching im Browser (damit Besucher nicht jedes Bild bei jedem Klick neu laden müssen).
3. **mod\_http2:** Das Protokoll der modernen Welt. Statt Anfragen nacheinander abzuarbeiten (wie an der Kasse im Supermarkt), werden viele Daten gleichzeitig durch die Leitung geschoben.

Kopiere diesen Befehl:

```bash
sudo a2enmod rewrite headers expires http2 ssl
```

- a2enmod: Apache 2 Enable Module.



 



Neustart &amp; Test

Damit der Kellner seine neuen Fähigkeiten nutzt, müssen wir ihn kurz durchschütteln (neu starten).

sudo systemctl restart apache2

**Der Moment der Wahrheit:** Öffne jetzt auf deinem Computer den Browser (Chrome/Firefox/Edge). Tippe in die Adresszeile die **IP-Adresse deines Servers** ein (die gleiche, die du für SSH nutzt).

Beispiel:

```http
http://123.456.78.90
```

Siehst du eine Seite mit dem Titel **"Apache2 Default Page"**? Boom! 💥 Dein Server ist live. Er antwortet. Du hast soeben physische Hardware (oder virtuelle Cloud-Hardware) dazu gebracht, mit der Welt zu sprechen.



 



Was passiert hier gerade?

Aktuell serviert Apache nur eine statische HTML-Datei (index.html), die Ubuntu als Platzhalter angelegt hat. Später werden wir diese Datei löschen und durch Drupal ersetzen. Aber für heute wissen wir: Die Infrastruktur steht. Der Kellner ist bereit, die Küche (PHP) ist aber noch geschlossen.

Das ändern wir im nächsten Level. Dann kommt der Chefkoch ins Spiel.