Feature-Check: Was steckt drin?
Der integrierte SSH-Manager
Vergiss IP-Adressen auf Schmierzetteln. In Tabby legst du Profile an – ein Klick, und du bist auf dem Server. Passwörter oder Key-Files hinterlegst du in einem Ende-zu-Ende-verschlüsselten Tresor. Auch komplexe Verbindungen über Proxy-Server (Jump Hosts) verwaltet Tabby zuverlässig.
SFTP direkt eingebaut
Das Killer-Feature für Einsteiger: Sobald du per SSH verbunden bist, hast du automatisch einen SFTP-Browser an der Seite. Eine settings.php hochladen? Drag & Drop ins Fenster. Ist auf dem Server lrzsz installiert, laufen die Übertragungen zusätzlich spürbar schneller (sudo apt install lrzsz).
Split-Screens und Tabs
Mit Tabby teilst du deinen Bildschirm: links der Server-Log, rechts die Kommandozeile. Du behältst den Überblick über deine Infrastruktur, ohne fünf Fenster offen zu haben.
Der Sync-Hack: Terminal und SFTP im gleichen Ordner
Kennst du das? Du navigierst im Terminal tief in /var/www/html/web/themes, öffnest das SFTP-Fenster – und landest wieder im Root-Verzeichnis. Damit das SFTP-Fenster automatisch weiß, in welchem Ordner du gerade bist, fügst du diesen Schnipsel in die ~/.bash_profile auf dem Server ein:
export PS1="$PS1\[\e]1337;CurrentDir="'$(pwd)\a\]'
Startest du danach die Session neu, folgt das SFTP-Fenster deinem Terminal automatisch. (Nutzt du ZSH oder Fish, findest du die passende Variante in den Quellen unten.)
Wo liegt meine Konfiguration?
Willst du deine Einrichtung sichern oder die YAML-Datei manuell bearbeiten, findest du config.yaml hier:
- Windows: %APPDATA%/Tabby
- macOS: ~/Library/Application Support/tabby
- Linux: ~/.config/tabby
Löschst du diese Datei, setzt sich Tabby auf Werkseinstellungen zurück.
Der Workflow im Alltag
Ein Kunde meldet einen Bug. Der alte Weg: PuTTY öffnen, einloggen, Passwort suchen, FileZilla öffnen, Pfad suchen, Datei herunterladen. Mit Tabby: Profil "Kunde X Live" anklicken, SFTP-Panel öffnen – dank Sync-Hack schon im richtigen Ordner – Logfile per Drag & Drop auf den Desktop ziehen. Aus fünf Minuten Frust werden dreißig Sekunden.
Fazit: Tabby macht aus der Kommandozeile, die oft einschüchternd wirkt, ein zugängliches Werkzeug mit grafischer Oberfläche. Es ist Open Source, verzichtet auf Tracking und hält deine Daten lokal.